Mit der Kirche durchs Jahr

Neujahrstag: 1. Januar  
Berchtoldstag: 2. Januar   Dreifaltigkeitssonntag
Heilige Drei Könige: 6. Januar   Fronleichnam
Taufe des Herrn   Herz-Jesu-Fest
Darstellung des Herrn: 2. Februar   Alpsegnung
Blasiustag: 3. Februar   Jakobustag: 25. Juli
Agathatag: 5. Februar   Mariä Himmelfahrt: 15. August
Valentinstag: 14. Februar   Ök. Gottesdienst bei der Glasi
Aschermittwoch   Eidg. Dank-, Buss- und Bettag
Fastenzeit   Kirchweihfest
Krankensonntag   Weltmissionssonntag
Weltgebetstag   Älplerchilbi: 3. Sonntag im Oktober
Palmsonntag   Reformationssonntag
Gründonnerstag   Allerheiligen: 1. November
Karfreitag   Allerseelen: 2. November
Ostern   Martinstag: 11. November
Ostermontag   Christkönigsfest
Weisser Sonntag   Rorategottesdienste

Muttertag

  Barbaratag: 4. Dezember
Wallfahrt nach Maria Rickenbach   Maria Empfängnis: 8. Dezember
Christi Himmelfahrt   Stephanstag: 26. Dezember
Pfingsten   Silvester: 31. Dezember

 

 


 

 

Neujahrstag: 1. Januar

Hochfest der Gottesmutter Maria
Am 1. Januar, dem achten Tag nach Weihnachten, ist nicht nur Neujahrstag, sondern aus katholischer Sicht zudem das Hochfest

der Gottesmutter Maria.

In Hergiswil feiert man aus Rücksicht auf diejenigen, die sich am Morgen noch gerne von der Silvesterfeier erholen möchten, erst am Abend Gottesdienst, oft unter Mitwirkung des Kirchenchores mit derselben Messe wie an Weihnachten.

   

 

 


 

 

Berchtoldstag: 2. Januar

An diesem Tag gedenkt man nicht etwa des Hl. Berchtold, sondern der Göttin Berchta, der Frau Wotans; sie hat diesem Tag den Namen gegeben. Die Göttin veranstaltete - wie Wotan auch - in der Zeit nach der Wintersonnenwende, Umzüge.

 

Als Tage der Göttin galten den alten Germanen der 30. Dezember, der

6. Januar oder eben der 2. Januar.

   

 

 


 


Heilige Drei Könige: 6. Januar

Der Evangelist Matthäus schrieb: "Weise, Magier oder Sterndeuter kamen aus dem Morgenland, um dem neugeborenen König der Juden zu huldigen." Mt 2,1-12

Aus der Dreizahl der im biblischen Bericht genannten Gaben (Myrrhe, Gold und Weihrauch) schloss man im 3. Jahrhundert auf die Dreizahl der Magier. Nach dem Text der Bibel handelt es sich jedoch nicht um Könige, sondern um Magier, Weise oder Sterndeuter aus dem Osten. Sie folgten einem besonderen Stern und gelangten so nach Bethlehem zum Jesuskind. In ihm erkannten sie den neugeborenen König der Juden und brachten kostbare Geschenke dar.


In frühchristlicher Zeit wurden die Drei als Herrscher dargestellt und symbolisierten "das Lebensalter" - Jüngling, Mann und Greis. Später kamen andere Symbole hinzu, wie aus 3 Erdteilen oder von 3 Rassen.

Seit dem 8. Jahrhundert heissen sie "Caspar, Melchior, Balthasar". Zugleich wurden sie in den Stand der Könige erhoben. Seit dem 12. Jahrhundert stellt man einen König schwarzhäutig dar.

 

Die Legende sagt, ihre Gebeine seien von der hl. Helena nach Konstantinopel gebracht worden. Von dort kamen sie nach Mailand. 1164 übersiedelte man sie nach Köln, wo sie im "Dreikönigsschrein" ihre Ruhe fanden.

Der Dreikönigstag heisst in der Kirche offiziell Epiphanie. Diese griechische Bezeichnung bedeutet Erscheinung: Jesus Christus erscheint der Welt – zuerst den Magiern im Morgenland – als der Heiland. Die Welt merkt, dass der Heiland geboren worden ist.

In Hergiswil werden an Epiphanie Kinder als Könige ausgesandt (Sternsinger), die in die Häuser des Dorfes gehen, sie segnen und Segnungslieder singen. Im Gottesdienst wird das Dreikönigswasser gesegnet.

   

 

 


 


Taufe des Herrn:

Diesen Feiertag feiert die Kirche am Sonntag nach Epiphanie. Das Fest erinnert, wie der Name sagt, an die Taufe Jesu im Jordan durch Johannes den Täufer. Mit diesem Fest endet die Weihnachtszeit.

 

Spätestens jetzt wird die Krippe wieder versorgt und der Christbaum entsorgt.

   

  

 


 


Darstellung des Herrn: 2. Februar

Dieses Fest erinnert daran, wie Jesus als Erstlingsopfer von Maria und Josef vierzig Tage nach seiner Geburt nach Jerusalem zum Tempel gebracht wurde und wie sich Maria dort nach der Geburt reinigen liess. Im Volksmund wird das Fest auch Mariae Lichtmess genannt. Das Fest ist aber ein Herrenfest und kein Marienfest, weil Jesus im Zentrum dieses Festes steht. Es ist ein weihnächtliches Fest ausserhalb der Weihnachtszeit.

In Hergiswil werden an diesem Tag Kerzen gesegnet, die man von zuhause mitbringt und gesegnet wieder nach Hause nimmt. Gleichzeitig werden die liturgischen Kerzen für die Kirche gesegnet.

   

  

 


 


Blasiustag: 3. Februar

In der Legende über den hl. Blasius heisst es, dass er als Bischof in Armenien im 4. Jh. verfolgt wurde und sich in einer Höhle versteckte. Die Tiere kamen aber dorthin und liessen sich von ihm heilen und segnen. Schliesslich wurde er entdeckt und ins Gefängnis abtransportiert. Auf dem Weg dorthin begegnete er einem Jungen, der eine Fischgräte verschluckt hatte. Ihn rettete er vor dem Ersticken. Darauf geht der Blasiussegen gegen Halskrankheiten zurück.

Der hl. Blasius ist Patron der Ärzte und Weber. Im deutschen Sprachraum – weil man dachte, Blasius komme von blasen – ist er auch der Patron der Windmüller, Nachtwächter und Blasmusikanten. Er ist einer der 14 Nothelfer, v. a. gegen Halskrankheiten, wilde Tiere und Stürme. Er wird als Bischof mit Mitra und Stab, Messgewand, mit zwei gekreuzten Kerzen oder mit Schweinskopf oder mit einem Knaben oder mit einem Horn dargestellt.

Auch in Hergiswil wird im Anschluss an den Gottesdienst am Blasiustag der Blasiussegen mit zwei brennenden Kerzen gespendet: Auf die Fürsprache des Hl. Blasius bewahre dich Gott vor Halskrankheiten und allem Bösen. Es segne dich der dreifaltige Gott: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.

   

  

 


 


Agathatag: 5. Februar

Nach der Legende war Agatha eine vornehme Jungfrau. Weil sie das Werben des Stadtpräfekten von Catania ablehnte, wollte dieser sie mit allerhand Männern verkuppeln. Sie bewahrte aber ihre Reinheit. Sie wurde gefoltert und man schnitt ihr die Brüste ab. Der hl. Petrus erschien ihr aber und heilte sie. Am Jahrestag ihres Todes brach der Ätna aus. So nahm man einen Schleier von ihr – den man noch aufbewahrt hatte – und hielt ihn der Lava entgegen. So rettete Agatha die Stadt und wurde zur Patronin der Feuerwehr aber auch zur Nothelferin bei Brustkrankheiten. Beliebt ist das Agathabrot, das die Form der amputierten Brüste der Heiligen hat.

In Hergiswil kommt am Samstag um den Agathatag die Feuerwehr zur Kirche. Die Kirche ist mit Feuerwehrutensilien geschmückt und das Agathabrot wird gesegnet.

   

  

 


 

 

Valentinstag: 14. Februar 

St. Valentin ist der Schutzpatron der Liebenden, Verlobten, Bienenzüchter. Er lebte im 3. Jahrhundert in Rom.

Legende:
Es herrschte im römischen Reich Kaiser Claudius II., ein Gegner des Christentums. Mönch Valentin liess es sich nicht nehmen, trotz eines Verbotes des Kaisers, Liebespaare nach christlichem Zeremoniell zu trauen und ihnen in Partnerschaftskrisen zu helfen. Hilfe und Trost Suchenden schenkte er eine Blume. Am 14. Februar 269 wurde er deshalb hingerichtet!

Brauchtum:
Seit damals schenken die Menschen einander am 14. Februar, dem Valentinstag, mit roten Herzen geschmückte Blumen. Also steht der Valentinstag unter dem Zeichen der Liebe!
1945 erst verbreitete sich dieser Brauch im deutschsprachigen Raum durch den Einfluss der USA, England und Frankreich, in denen er schon üblich war.

   

 

 


 

 
 

Aschermittwoch:

Der Aschermittwoch eröffnet die Fastenzeit.
Wie der Aschermittwoch zu seinem Namen kam? Im Gottesdienst dieses Tages wird Asche der Palmen vom Palmsonntag des vergangenen Jahres geweiht und den Gläubigen auf Stirn oder Scheitel gestreut.

Dabei wird gesprochen:
"Gedenk, o Mensch, du bist Staub, und zum Staube kehrest du zurück."

Der Gläubige wird daran erinnert, dass nun die 40 Tage der Busse und des Verzichts gekommen sind und dass er sich auf Ostern (höchstes christliches Fest) mit Körper und Seele vorbereiten soll!

Asche ist Symbol der Vergänglichkeit, der Busse und Reue. Schon die Menschen im Alten Testament "hüllten sich in Sack und Asche", um ihrer Bussgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde auch als Reinigungsmittel verwendet, daher auch das Symbol für die Reinigung der Seele.

Der Aschermittwoch beendet die Fastnachtszeit, in der ausgelassen gefeiert wurde. Die Fastnacht war früher nur der Vortag von Aschermittwoch.

   

 

 


 

 
 

Fastenzeit:

(oder 40 tägige Vorbereitungszeit):
Die Zahl 40 kommt in der Bibel sehr oft vor: 40 Tage dauerte die Sintflut, 40 Tage war Moses auf dem Berg Sinai, 40 Jahre verbrachte das Volk Israel in der Wüste, 40 Tage fastete Jesus. Früher fastete man vierzig Tage lang als Vorbereitung auf Ostern.

Heute sind nur noch Aschermittwoch und Karfreitag so genannte strenge Fasttage, an denen die Katholiken sich nur einmal am Tag satt essen und auf Fleisch verzichten sollten.

In Hergiswil wird gemeinsam Fastensuppe gegessen und für ein soziales Projekt gesammelt. Auch hat sich schon der Rosenverkauf für die Entwicklungswerke eingebürgert.

   

  

 


 

 

Krankensonntag: 

In der Schweiz hält man am ersten Sonntag im März den Krankensonntag. Dies ist ein politischer Gedenktag. Man denkt an die Anliegen der Kranken. Wie ist es, wenn man nicht mehr essen oder reden kann, wenn man Hilfe braucht? An diesem Tag hält die Bundespräsidentin bzw. der Bundespräsident eine Ansprache im Fernsehen.

In Hergiswil wird im Anschluss an den Sonntagsgottesdienst die Krankensalbung gespendet.

   

 

 


 

 
 

Weltgebetstag:

Der Weltgebetstag findet immer am ersten Freitag im März statt. Er ist eine ökumenische Initiative. Eine Frauengruppe – jedes Jahr aus einem anderen Land der Welt – bereitet eine Liturgie vor, die dann so auf der ganzen Welt gefeiert wird. So lernt man jedes Jahr die Anliegen eines anderen Landes kennen.

Von Hergiswil gehen die meisten für die Feier des Weltgebetstages nach Stans in die reformierte Kirche.

   

 

 


 

 
 

Palmsonntag:

Der Palmsonntag ist der Sonntag vor Ostern. Mit dem Palmsonntag beginnt die Karwoche. Man erinnert sich, wie Jesus auf einem Esel durch das Stadttor nach Jerusalem einzog. Eine grosse Menschenmenge jubelte ihm zu, und sie breiteten ihre Kleider sowie Palmzweige auf der Strasse aus. Dabei riefen sie: "Hosanna dem Sohn Davids! Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe".

Auf diese Begebenheit geht unser Palmsonntag zurück. Er ist untrennbar mit der darauf folgenden Karwoche verbunden, welche eine zentrale Bedeutung hat, weil sie an den Tod und die Auferstehung Jesu Christi erinnert.

In Hergiswil werden am Palmsonntag Palmsträusse vorbereitet, in die Kirche gebracht und gesegnet. Im Gottesdienst hört man die Leidensgeschichte Jesu. Die gesegneten Palmen werden nach Hause genommen und damit die Kreuze geschmückt.

   

 

 


 


 

Gründonnerstag:

Mit dem Gründonnerstag endet die 40 tägige Fastenzeit.

Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens Jesu. Sein Name kann von "gronan" (=weinen, greinen) abgeleitet werden, denn damit könnten Tränen der Büsser gemeint sein, die in der alten Kirche an diesem Tage nach beendeter Busse wieder in die kirchliche Gemeinschaft integriert wurden.

Der Gründonnerstagabend zählt zu den drei österlichen Tagen, weil nach antiker und biblischer Tradition der neue Tag mit dem Vorabend beginnt. Lange Zeit war in der Geschichte der Kirche die Feier dieser drei Tage auf den Tod Jesu konzentriert. Karfreitag und Osternacht gehören zusammen: Ohne Tod keine Auferstehung.

Die Fusswaschung, die Jesus an seinen Jüngern vollzog, die Einsetzung des Abendmahls, das Gebet Jesu am Ölberg und schliesslich die Auslieferung Jesu an seine Verfolger sind Hauptmotive der Feier am Abend des Gründonnerstag.

In Hergiswil feiern am Gründonnerstag die Weisssonntagskinder in diskreter Weise schon zum ersten Mal Eucharistie. Sie können so hautnah miterleben, wie Jesus damals das Abendmahl einsetzte. Im Anschluss an die Abendmahlsfeier wird die Eucharistie in die Kapelle Maria zum guten Rat übertragen, wo bei stillem Gebet an die Stunde im Ölberg gedacht wird.

   

 

 


 

 
 

Karfreitag:

Dieser Tag steht im Zeichen des Leidens und Sterbens Christi. Es ist der höchste Feiertag für evangelische Christen. Sie betonen besonders das Sterben Jesu für uns und die daraus resultierende Erlösung aus Sünde und Schuld.

In seinem Namen steckt "Kara, chara". Das ist althochdeutsch und bedeutet "Trauer, Wehklage".

Um 15.00 Uhr, zur Todesstunde Christi, finden sich die Christen ein, um des Leidens und Sterbens Jesu zu gedenken. Es wird entweder der Kreuzweg gebetet oder die feierliche Karfreitagsliturgie mit der Passion und der Kreuzverehrung gehalten.

An diesem Tag gibt es keine Messe. Auch am darauffolgenden Karsamstag entfällt die Messe!

Der Karfreitag ist für Christen ein strenger Buss- und Abstinenztag! 

   

 

 


 

 

 

Ostern:

Ostern ist das älteste und höchste Fest der Christen!

Das Wort "Ostern" leitet sich vom indogermanischen Wort für "Morgenröte" ab. Im Französischen heisst Ostern "Pâques" was von "Pasques" kommt und sich daher klar vom Passah-Fest ableitet.

Bis zum 3. Jahrhundert feierte man Ostern an einem einzigen Tag. Im 3. Jahrhundert wurde die Karwoche zur Fastenzeit ernannt. Erst im 4. Jahrhundert führte man die 3 hl. Tage (vom Gründonnerstagabend bis Ostersonntag) als Höhepunkt des Kirchenjahres ein.

Das Konzil von Nizäa legte fest, dass der Ostersonntag am 1. Sonntag nach dem auf den Frühlingsanfang (21. März) folgenden Vollmond gefeiert wird. Daraus resultiert, dass der Ostersonntag stets als beweglicher Festtag im Jahreskreis zwischen dem 22. März und dem 25. April stattfindet.

Der Ostersonntag wird gefeiert als das Fest der Auferstehung des Herrn. Besonders eindrücklich ist dabei die Osternachtfeier, wo das Licht des Osterfeuers als kleine Flamme in die Kirche hineingetragen wird. Im Wortgottesdienst erinnert man sich an das Handeln Gottes am Menschen. Dann wird mit der Osterkerze das Taufwasser gesegnet, oftmals auch eine Taufe gefeiert oder zumindest der Glaube erneuert und die Eucharistie gefeiert.

In Hergiswil trifft man sich nach der Osternachtfeier noch zum Eiertütschen auf dem Dorfplatz oder im Chilezentrum.

   

  

 


 

 

Ostermontag:

Das ereignete sich damals am Montag nach Ostern:
Die Apostel kehren um, versammeln sich, wissen nicht recht, wie es weitergehen soll. Zwei von ihnen machen sich auf den Weg nach Emmaus. Unterwegs treffen sie Jesus, erkennen ihn aber nicht. Er redet mit ihnen und öffnet ihnen den Sinn für die Schrift. Als sie in ein Gasthaus einkehren und er mit ihnen das Brot bricht, wird ihnen klar: Es ist Jesus. Plötzlich aber ist er nicht mehr da. Voll Freude kehren sie nach Jerusalem zurück und berichten den anderen versammelten Aposteln von dieser Begegnung. In den folgenden Tagen bis zur Himmelfahrt werden sie noch öfters den „Herrn“ in der verklärten Gestalt sehen und mit ihm reden.

   

  

 


 

 

Weisser Sonntag: 

Der Weisse Sonntag ist zunächst ganz einfach der achte Tag nach Ostern. Früher hat man Ostern acht Tage lang gefeiert und am achten Tag die weissen Kleider wieder ausgezogen. So hat dieser Tag seinen Namen bekommen.

Inzwischen hat dieser Sonntag dadurch eine besondere Bedeutung: Kinder der dritten Primarklasse werden am Tisch des Herrn willkommen geheissen. Sie feiern die Erstkommunion und am Tag darauf den Dankgottesdienst.

   

  

 


 


Muttertag: 

Der Muttertag wird am zweiten Sonntag im Mai gefeiert. Er ist kein eigentlicher kirchlicher sondern ein ziviler Festtag. Er ist Ende des 19. Jahrhunderts in den USA durch die Frauenrechtsbewegung entstanden. In der Schweiz wurde er v.a. von der Heilsarmee und den Floristen propagiert und 1930 offiziell eingeführt. Wir sagen an diesem Tag den Müttern danke für ihre geleistete Arbeit das Jahr hindurch, bringen aber auch Anliegen der Frauen vor.

In Hergiswil singt jeweils der Jodlerklub im Gottesdienst und es wird die Kollekte für den Hilfsfonds der Frauen Hergiswil eingezogen.

   

 

 


 

 

 

Bittgang nach Maria Rickenbach:

Früher traten oft die Wildbäche in Hergiswil über die Ufer und richteten grossen Schaden an. Davon betroffen waren vor allem Land und Wälder der Korporation Hergiswil. Daraufhin haben sie beschlossen, jedes Jahr zusammen mit der Pfarrei nach Maria Rickenbach zu pilgern. Seit jeher bittet man zu Maria um Schutz vor Unwetter und Übertritt der Wildbäche. Die Wallfahrt begleiten jeweils auch die Schüler der 5./ 6. Klassen Dorf oder Matt. Sie bitten um den Segen Gottes.

 

Es sind alle Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen, an der Wallfahrt teilzunehmen.

   

 

 


 

 
 

Himmelfahrt – Christi Himmelfahrt – Auffahrt:

Dieser Tag wird stets an einem Donnerstag, 40 Tage nach dem Ostersonntag, begangen. 40 Tage deshalb, weil in der Hl. Schrift steht: "Den Aposteln hat Jesus nach seinem Leiden durch viele Beweise gezeigt, dass er lebt. 40 Tage hindurch ist er ihnen erschienen und hat vom Reich Gottes gesprochen." Dieses Geschehen ist sowohl im Lukas-Evangelium als auch in der von Lukas verfassten Apostelgeschichte fest-gehalten:

Nachdem Jesus am 3. Tage von den Toten auf-erstanden war, so heisst es dort, wurde er 40 Tage später vor ihren Augen emporgehoben, eine Wolke nahm ihn auf und entzog ihn ihren Blicken.

Um 400 wurde Christi Himmelfahrt bereits 40 Tage nach Ostern, jeweils an einem Donnerstag, gefeiert. Es ist daher eines der ältesten christlichen Feste!

Diese Himmelfahrt, so schreibt der Katechismus der kath. Kirche, meint den "endgültigen Eintritt der menschlichen Natur Jesu in die göttliche Herrlichkeit".

Bis zum Jahre 1965 war es in den Kirchen Brauch, an diesem Tag eine Christusstatue während der Messfeier an einem Seil zum Kirchengewölbe und durch ein Loch hinwegzuziehen. Dieser Brauch wurde dann durch einen Kirchenerlass untersagt und geriet somit in Vergessenheit.

 

In Hergiswil startet man am Morgen früh zu einer Bittprozession über Flur und segnet die vier Bäche.

   

 

 


 

   

 

Pfingsten: 

Dieses Fest bildet im Kirchenjahr den Abschluss des Osterfestkreises.

"Pfingsten" leitet sich vom griechischen "pentekoste" für "der 50. Tag" ab. Pfingsten ist das Fest des Hl. Geistes, welcher am 50. Tag nach Ostern auf die Apostel herabkam, als diese in Jerusalem versammelt waren.

Die Taube gilt als Symbol für den Hl. Geist. In Vergessenheit geraten, weil abgeschafft, sind der mittelalterliche Brauch, dass lebendige Tauben freigelassen wurden, die während der Pfingstliturgie den Kirchenraum durchflogen. (Früher, da war halt noch was los...).

   

  

 


 


Dreifaltigkeitssonntag: 

Der Sonntag nach Pfingsten wird Dreifaltigkeits-sonntag genannt. An ihm erinnern wir uns daran, dass unser Gott ein dreifaltiger ist: Gott Vater, Gott Sohn und Gott Heiliger Geist. Unter den Predigern ist der Dreifaltigkeitssonntag sehr unbeliebt, weil es anspruchsvoll ist, über die Dreifaltigkeit zu predigen. Schon viele Theologen haben sich über die Dreifaltigkeit das Hirn zerbrochen.

In Hergiswil wird am Dreifaltigkeitssonntag das Salz gesegnet.

   

  

 


 


Fronleichnam: 

Der Name "Fronleichnam" stammt von: "fron"  (Herr), "lichnam" (Leib). An diesem Tag feiern wir (was am Gründonnerstag nicht so festlich begangen wurde) das Hochfest des Leibes und Blutes Christi (das letzte Abendmahl)! Jesus hat dabei seinen Jüngern (und somit uns) Kostbares überlassen, nämlich den lebendigen Leib des Herren (so auch die Übersetzung des Wortes "Fronleichnam") in Form des Brotes (Hostie) und des Weines.

An die Anwesenheit Jesu in Gestalt von Brot und Wein (bei jeder Messe) wird zu Fronleichnam besonders gedacht!

Seit dem Jahr 1317 wird das Fest weltweit 60 Tage nach Ostern gefeiert. Seine Beliebtheit verdankt dieses Fest vor allem der Sakramentsprozession.

In Hergiswil nehmen Behörden und Vereine am Festgottesdienst teil. Er beginnt bei schönem Wetter beim Haupteingang der Kirche. Dann startet die Prozession, begleitet vom Musikverein, am Bahnhof vorbei zur Glasi. Dort wird der Wortgottesdienst abgehalten. Für die Eucharistiefeier zieht man zum Schulhausplatz beim Chilezentrum. Schliesslich endet der Gottesdienst mit dem eucharistischen Segen vor der Pfarrkirche. Das Fest wird umrahmt durch Böllerschüsse der Herrgottskanoniere.

   

 

 


 


 

Herz-Jesu-Fest: 

Am Freitag, neun Tage nach Fronleichnam, feiert die katholische Kirche das Hochfest vom Heiligsten Herzen Jesu. Mit dem Herzen Jesu verehrt man seine Liebe zum Vater, aber auch seine Liebe zu den Menschen, die in seinem Liebestod am Kreuz gipfelt.

In Hergiswil wird der ganze Monat Juni als Herz-Jesu-Monat betrachtet, und man stellt die Herz-Jesu-Statue in der Kirche auf. Noch bekannter als das Herz-Jesu-Fest ist in Hergiswil der Herz-Jesu-Freitag. Er wird jeweils am ersten Freitag des Monats gefeiert und zeichnet sich aus durch Aussetzung und Gebet zum Allerheiligsten nach der Eucharistiefeier und abschliessendem eucharistischem Segen. In Hergiswil wird die Herz-Jesu-Frömmigkeit vor allem durch die Ehrenwache gefördert.

   

 

 


 

 

Alpsegnung: 

Am Mittwoch um Mitte Juni werden in Hergiswil die Alpen gesegnet.

Man trifft sich um 10 Uhr auf der Alp Unterlauelen ob Eigenthal zu einem Gottesdienst. Anschliessend begibt sich der Seelsorger mit seinen Begleitern von einer Alp zur anderen: Oberlauelen, Boneren, Fräkmüntkapelle, Fräkmüntalp, Alpgschwänd. Überall wird die Gruppe vom Älpler mit einem Kaffee empfangen, und der Seelsorger segnet Mensch und Vieh.

Den Abschluss bildet das Magronenessen im Restaurant Alpgschwänd.

   

   

 

 


 


Jakobustag: 25. Juli 

Der Apostel Jakobus der Ältere feiert sein Fest am 25. Juli. Immer wenn sein Fest auf einen Sonntag fällt, z.B. im Jahr 2010, wird in der Kathedrale von Santiago de Compostella, in der Stadt, wo nach der Legende der Apostel begraben ist, schon zu Beginn des Jahres die Heilige Pforte geöffnet und ein Heiliges Jahr ausgerufen. Auf dem ganzen Jakobsweg, aber vor allem in Spanien, finden dann Jubiläumsanlässe statt, und es sind dann noch mehr Pilger unterwegs als ohnehin.

   

 

 


 


Mariä Himmelfahrt: 15. August 

Schon seit dem 7. Jahrhundert gibt es in Rom am 15. August ein Fest Aufnahme Mariens in den Himmel. Bedeutend wurde es aber 1950 durch das Dogma "von der ganzmenschlichen Aufnahme Mariens in den Himmel".

Mariä Aufnahme in den Himmel ist das bedeutendste Marienhochfest! Maria hat ihr Ziel im Himmel, bei Gott, gefunden. Wenn Maria aber unser Vorbild ist, dann ist ihre Ankunft bei Gott für uns alle ein Fest der Freude.

Die Legende erzählt, dass die Jünger Jesu das Grab der Gottesmutter Maria öffneten und darin nicht mehr Marias Leichnam, sondern nur noch Blüten und Kräuter fanden! Heute noch werden in vielen Häusern geweihte Kräuter aufbewahrt, zum Schutz gegen Unwetter und Feuer. Die Kräuterweihe wird seit Jahrhunderten zu Maria Himmelfahrt vorgenommen.

In Hergiswil feiert man um 13.30 Uhr auch in der Renggkapelle einen Gottesdienst mit Kräutersegnung.

   

 

 


 

 

 

Ökumenischer Gottesdienst bei der Glasi:

Am ersten Sonntag im September feiern wir zusammen mit den reformierten Mitchristen einen ökumenischen Gottesdienst. Bei schönem Wetter findet der Anlass auf dem Glasi-Areal am See statt, sonst in der Kath. Pfarrkirche. Der Jodlerklub Echo vom Pilatus umrahmt diesen Gottesdienst mit seinem Gesang.

   

 

 


 

 

Eidg. Dank-, Buss- und Bettag: 

Der Bettag wurde im Jahre 1848, nach der Gründung des Schweizerischen Bundesstaates, eingerichtet. Dem Nationalstaat war es ein Anliegen, einen Feiertag zu haben, der die verschiedenen Konfessionen und auch das Judentum nicht unterscheidet, sondern sie verbindet. Es ist ein Feiertag der Ruhe und der Besinnung.

 

Bis heute gibt es Kantonsregierungen, die ein Bettagsmandat schreiben, d.h. sie schreiben, worum in jenem Jahr besonders gebetet werden soll.

   

 

 

 


 

 

  

Chilbi:

Der Name Chilbi bedeutet in Hergiswil eigentlich Kirchweihfest. Jeweils am ersten Sonntag im Oktober fand das Fest statt. Da die Chilbi immer mitten in den Herbstferien war und man keine HelferInnen mehr fand, wurde das Datum auf den letzen Sonntag im September verschoben. Es findet ein Gottesdienst um 09.30 Uhr statt, und anschliessend ist das Absenden der Jungschützen von Hergiswil im Chilezentrum. Das Ganze wird vom Musikverein Hergiswil umrahmt. Es gibt auch immer ein feines Mittagessen an diesem Tag im Chilezentrum.

   

  

 


 

 
 

Weltmissionssonntag:

Der Weltmissionssonntag findet auf der ganzen Welt am vorletzten Sonntag im Oktober statt. Er wird vom Werk missio weltweit veranstaltet. An diesem Sonntag wird sich die Kirche bewusst, dass sie eine weltweite und missionarische Kirche ist. Die Kollekte, die an diesem Sonntag eingezogen wird, kommt den ärmsten Katholiken der Welt zugute. So ist missio eine katholische Ausgleichskasse.

Weil der Weltmissionssonntag in Hergiswil häufig auf den Sonntag der Älplerchilbi fällt, feiert man ihn einen Sonntag vor der Älpler-chilbi.

   

 

 


 


Älplerchilbi: 3. Sonntag im Oktober

Ursprünglich war die Älplerchilbi das Dorffest im Herbst, wo die Älpler wieder für ein halbes Jahr in der Dorfgemeinschaft begrüsst wurden. Der Tag startet mit einem Gottesdienst mit Festpredigt in der Pfarrkirche. Anschliessend wird Erlebtes aus der zurückliegenden Zeit in Versform erzählt, es wird getanzt und am Montag ist noch der Dankestag. In dieser Form hat die Älplerchilbi eine uralte Tradition. In letzter Zeit hat sich das Verständnis der Älplerchilbi zu einem Erntedankfest gewandelt.

In Hergiswil findet die Älplerchilbi nur jedes zweite Jahr statt.

   

 

 


 

 

Reformationssonntag:

Am letzten Sonntag im Oktober feiern die Reformierten in der Schweiz, gleich wie die Lutheraner in Deutschland, den Reformationssonntag.

In Hergiswil wird ein ökumenischer Gottesdienst mit Abendmahl in der reformierten Kirche mit Gesang des Männerchors abgehalten.

   

 

 


 

 

Allerheiligen: 1. November 

Die Heiligen gehören zur Gemeinschaft der Kirche dazu. Heilige sind uns auf verschiedene Weise Vorbild und Fürsprecher. Wir gedenken aller Heiligen (=Allerheiligen), besonders auch jener, die nicht im Kalender der Kirche stehen, und Verstorbener, die schon zur Vollendung gelangt sind.

Das Fest geht in jene Zeit zurück, als man die Märtyrer - also jene, die für den Glauben gestorben sind – sehr stark verehrte und ihnen sehr nahe sein wollte.

   

 

 


 

 

Allerseelen: 2. November 

An Allerseelen betet man für die Armen Seelen im Fegefeuer. Die beiden Feste Allerheiligen und Allerseelen werden häufig miteinander verwechselt. Der eigentliche Tag der Verstorbenen ist Allerseelen. Aber auch an Allerheiligen gehen viele Gläubige auf den Friedhof, um die Verstorbenen am Fest teilhaben zu lassen.

   

 

 


 

 

Martinstag: 11. November 

Der Martinstag ist ein sehr populärer Tag. So wird in Sursee auch die Gansabhauet an diesem Tag gefeiert. Der Martinstag war nämlich der ordentliche Zinstag, und früher hat man die Abgaben auch in Form von Federvieh geleistet.

   

 

 


 


Christkönigsfest: 

Das Christkönigsfest ist ein ziemlich junges Fest. Es wurde 1925 eingeführt und seit 1970 feiert man es am letzten Sonntag des Kirchenjahres. So denkt man an Jesus Christus, den König, der am Ende der Zeiten wiederkommen wird. Dieses Fest wurde in einer Zeit eingeführt, als viele europäische Länder ihren König verloren.

   

 

 


 

 

 

Rorategottesdienste:

Rorategottesdienste sind in letzter Zeit sehr stark in Mode gekommen. Ursprünglich sind es Mariengottesdienste im Advent. Den Namen haben sie von Rorate, caeli, desuper (Tauet, Himmel von oben), einem Vers, der gewöhnlich im Rorategottesdienst vorkommt.

In Hergiswil feiert man den Gottesdienst um 6.00 Uhr morgens im ausschliesslich mit hunderten von Kerzen beleuchteten Kirchenraum, mitgestaltet  von einem Roratechörli und verschiedenen Instrumentalisten. Anschliessend treffen sich alle Gottesdienstteilnehmer im Chilezentrum zum gemeinsamen Rorate-Zmorge.

   

 

 


 

 

Barbaratag: 4. Dezember 

Einer alten Sitte zufolge werden am Barbaratag Apfel-, Kirsch-, Kastanien-, Pflaumen-, Holunder-, Rotdorn- oder Forsythienzweige geschnitten und ins Haus geholt. Kommt der Zweig gerade an Weihnachten zum Blühen, so gilt dies als gutes Zeichen. Die Blüten an Weihnachten deuten auf das Leben hin, das uns durch Jesu Geburt geschenkt wird. In den Blüten leuchtet uns das Leben in Fülle entgegen.

   

 

 


 

 

Maria Empfängnis: 8. Dezember 

Der offizielle Name des Tages ist eigentlich "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria". ...Klingt sehr verwirrend!

Obwohl viele Menschen der Meinung sind, Maria habe am 8. Dezember Jesus empfangen (und erklären sich die 16 Tage bis zu seiner Geburt als Wunder), feiern wir tatsächlich in der Katholischen Kirche an diesem Tag die Empfängnis von Marias Mutter(!!), der Anna!
Maria Empfängnis hat nichts mit der jungfräulichen Empfängnis Marias zu tun, sondern man gedenkt Maria, die völlig ohne Erbsünde zur Welt kam (weil sie eben von Gott auserkoren wurde)! Maria, die Mutter Jesu, ist als "normales" Kind ihrer Eltern (Anna und Joachim) geboren. Sie hat jedoch sämtliche Gnade durch Jesus Christus empfangen dürfen.

   

 

 

 


 

 

Stephanstag: 26. Dezember 

Stephanus war Diakon einer urchristlichen Gemeinde in Jerusalem, der gegen die zeremoniellen Äusserlichkeiten des Judentums predigte. Er wurde verfolgt und von einer Menschenmenge gesteinigt. Er gilt als geistiger Vorläufer des Apostels Paulus.

Am 2. Christtag, also am 26. Dezember, denken wir besonders darüber nach, was die Fleischwerdung Gottes bedeutet. Wir spüren, dass das grosse Geschenk der unmittelbaren Nähe Gottes uns dadurch unermesslich reich macht, dass er selbst arm wurde. Obwohl dieser Tag noch weihnächtlich anmutet, ist er liturgiemässig seit dem 5. Jahrhundert ein Märtyrerfesttag.

An diesem Tag wurden die Pferde ausgeritten, da der hl. Stephan der Schutzpatron der Pferde, Pferdeknechte, Kutscher, Küfer, aber auch der Maurer, Steinhauer, Weber und Schneider ist. Zudem soll der Heilige vor Kopfschmerzen und sämtlichen Steinleiden bewahren...

 

   

 

 


 

 

Silvester: 31. Dezember 

Dieser Tag ist benannt nach dem Tagesheiligen, Papst Silvester I.. Er verstarb am 31. Dezember 335 in Rom. Zum Gedenken an seinen Sterbetag wurde dann der letzte Tag im Jahr benannt.

In Hergiswil besteht in den letzten Stunden des Jahres jeweils Gelegenheit zum stillen Gebet in der Pfarrkirche, bis dann die Glocken zum Jahresausklang ertönen.

Wieso "Guten Rutsch"?
Der Wunsch "Guter Rutsch" geht wohl auf

den aus dem Hebräischen stammenden

Begriff "Rosch" (was übersetzt "Anfang,

Kopf" bedeutet) zurück.